Kindgerechte Erklärung

Ihre Haltung beeinflusst maßgeblich, wie sich Ihr Kind im Marte Meo Prozess fühlt.

Meine Empfehlungen:

Einbindung des Kindes

Bevor wir die Videoaufnahmen starten, erklären Sie ihrem Kind die Methode und weshalb wir Videos bei Ihnen Zuhause aufnehmen.

Ihr Kind muss für die Kamera nichts leisten

Die Videoaufnahme ist kein Test und Ihr Kind wird auch nicht bewertet. Ihr Kind sollte nicht das Gefühl bekommen, es müsse etwas Bestimmtes für die Kamera tun.

Beziehungs- & ressourcenorientiert

Das Video ist kein Kontrollinstrument, sondern ein Mittel, um Entwicklung und gelingende Interaktion sichtbar zu machen. Wir möchten keine künstliche Situation herstellen. Wenn Ihr Kind sich mit der Kamera zunächst unwohl fühlt, nehmen wir das ernst und geben ihm Zeit.


Erklärungsbeispiele:

„Luisa kommt zu uns, weil sie sich anschauen möchte, wie wir miteinander spielen und Dinge zusammen machen. Sie macht dabei manchmal ein Video. Das Video hilft ihr, später ganz genau zu schauen, was bei uns schon richtig gut klappt und was wir vielleicht noch ausprobieren können.”

“Damit sie sich später ganz genau anschauen kann, wie wir miteinander spielen. So kann sie uns zeigen, was schon richtig gut funktioniert.”

“Du musst für die Kamera nichts Besonderes machen. Du kannst einfach so spielen, wie du sonst auch spielst.”


“Ich möchte nicht gefilmt werden!”

Bei Marte Meo geht es um Beziehung und Sicherheit stärken – da wäre es widersprüchlich, gegen den Willen des Kindes zu filmen.

Grenzen werden gehört!

  • Die Kamera wird sofort gestoppt.

  • Wir besprechen, was genau dahintersteckt.

  • Wir bieten Handlungsspielräume an - z.B. ohne Kamera mit dem Spielen zu starten oder die Kamera weg zu stellen.

  • Gar nicht filmen.

„Dann lassen wir die Kamera heute einfach aus. Mir ist wichtig, dass sich Ihr Kind sicher fühlt.“